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Wenn das Pferd ein Verkehrszeichen benötigt

Dienstag, 6. Juli 2010

Ein Pferd braucht ein Kennzeichen? Klingt komisch – ist aber so.

In Nordrhein Westfalen ist es zum Beispiel Pflicht, dass man an seinem Pferd ein sichtbares Kennzeichen am Pferd führen muss, wenn man in der freien Landschaft oder im Wald reitet. Diese können bei der unteren Landschaftsbehörde des jeweiligen Kreises erworben werden. Sollte daher ein Reiterurlaub mit einem eigenen Pferd in NRW geplant sein, sollte sich um eine solche Plakette gekümmert werden. Wie emsig die Leute dort im Überprüfen der Waldwege sind, kann ich leider nicht sagen.

In Schleswig-Holstein gilt folgendes:

Zwischen dem Pfersportverband Schleswig-Holstein e.V. und den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten existiert eine Vereinbarung dahingehend, dass bei unbefestigten Wegen ein Nutzungsentgelt in Höhe von 0,15 Euro pro laufenden Meter und Jahr durch den Reiter/Reitverein zu zahlen ist. Diese Einnahmen sollen dann für die Beseitigung der Schäden verwendet werden. Im Gegenzug wird dem Reiter eine Kopfnummer für das Pferd erteilt, welches das Pferd dann auch bei sich führen sollte, wenn es raus in den Wald geht. Diese Kopfnummern sind beim Pferdesportverband Schleswig-Holstein e.V. zum Selbstkostenpreis erhältlich.

Befestigte Wege sind kostenfrei nutzbar.

Weiterbildung im Transport- und Speditionsrecht

Freitag, 2. April 2010

Gott sei Dank ermöglicht das Deutsche Anwaltsinstitut auch Weiterbildungen in Schleswig-Holstein. Oftmals werden Seminare und Fachtagungen vorrangig im Bereich Nordrhein-Westfalen angeboten. Warum dies so ist – ich weiß es nicht. Vielleicht gibt es die meisten Juristen in NRW, vielleicht kommen auch alle Dozenten von dort. Aber mich zieht es nun einmal nicht in den südlichen Teil Deutschlands für eine fünfstündige Veranstaltung.

Es ging also nach Kiel. Die Anzahl der Teilnehmer war überschaubar. Nach anfänglicher Befürchtung, die Schulzeiten würden sich wiederholen und der Lehrer von vorn mit dem Finger auf einen zeigen und um Antwort bitten, wurde es ein sehr interessanter Nachmittag. Neben haftungsrechtlichen Fragestellungen des Frachtführers, Absenders und Spediteurs widmeten wir uns auch den Rechten und Pflichten der einzlenen Beteiligten und den Verjährungsproblematiken.

Alles in allem ist das Transport- und Speditionsrecht ein sehr spannendes Rechtsgebiet, mit welchem sich nur wenige Anwälte beschäftigen. Personen, die rechtliche Probleme in diesem Bereich haben, sollten sich jedoch unbedingt an einen Rechtsanwalt wenden, der vertiefte Kenntnisse in diesem Rechtsgebiet besitzt.

Endlich neue Büroräume – die Kanzlei im Stall

Freitag, 22. Mai 2009

Nach viel Schweiß, körperlichen Schmerzen in Form von Muskelkater und nervigen Touren durch die Möbelzentren Schleswig-Holsteins ist es nun endlich geschafft. Meine Kanzlei ist fertig. Ab jetzt können meine Mandanten in eher außergewöhnlicher Atmosphäre ihre rechtlichen Probleme mit mir besprechen. Die Deckenbalken sind dunkel lasiert, das Fenster noch in ursprünglichem Zustand, die Wände schief aber urig. Eine Kaffeemaschine gibt es – Stühle, Tisch und Bücherregale natürlich auch. Die Idee der Heuballen hat sich nicht durchgesetzt, dafür aber das Hufeisen über der Tür und die alten rostigen Nägel in den Balken.

So einige Probleme waren zu beseitigen. So dürfen normalerweise Leute, die größer als 1,70 m sind, nicht zu mir kommen. Zu hoch ist die Gefahr, sich den Kopf beim Verlassen der Kanzlei zu stoßen. Die Tür ist einfach zu klein. Aber Not macht erfinderisch und so wurde kurzerhand ein Halfter als “Warnleine” umfunktioniert. Gut – jetzt besteht zwar die Gefahr des Strangulierens aber diese Gefahr ist im Verhältnis zur Beule am Kopf um einiges geringer.

Ich finde meine Kanzlei großartig und denke, dass es kaum einen Anwalt für Pferderecht gibt, der in einer solchen Umgebung arbeitet. Kommen Sie gern einfach auf einen Kaffee bei mir vorbei und überzeugen Sie sich selbst.

Über mich

Samstag, 21. Februar 2009

Vielleicht wäre es ja von Vorteil, wenn die Blog-Welt auch weiß, in welchen Rechtsbereichen ich arbeite. Der Schwerpunkt meiner Kanzlei soll das Pferderecht sein. Wie Peter Lustig jetzt sagen würde: “Klingt komisch, ist aber so.”

Das Witzige an der Geschichte ist, dass ich nicht reite, kein Pferd habe und auch keine Pferde züchte. Zum Thema Pferderecht bin ich eigentlich wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Als Kind aus dem “Osten” war reiten nicht wirklich eine Freizeitoption. Außerdem bin ich in der Stadt aufgewachsen. Da hat der Nachbar vielleicht einen Hund aber definitiv kein Pferd. Später bin ich zwar auf Pferde aufmerksam geworden, da ich aber nicht mehr über die Maße 90-60-90 verfügte, ging ich davon aus, dass der Zug wohl abgefahren ist. In den Medien sieht man immer nur gertenschlanke Personen, so dass ich davon ausging, dass so ein armes Tier eine Last wie mich wohl nicht tragen kann.

Während meines Referendariats in einer Kanzlei in Eckernförde in Schleswig-Holstein, bin ich auf Fachliteratur in Sachen Pferderecht gestoßen. Erst habe ich nur die Stirn gekräuselt, dann aber angefangen zu lesen. Ich fand es spannend. Außerdem habe ich verstanden, warum die kleinen Mädchen so auf die Pferdezeitschriften abfahren. Es sind so schöne Tiere. So groß und kräftig und doch stürzt sie eine Hand voll falsches Kraut in den Tod. Kann man sich gar nicht vorstellen, wenn so ein Koloss vor einem steht. Vielleicht klingt es jetzt etwas theatralisch – aber da habe ich, glaube ich, die Liebe zum Pferd entdeckt.

Die Marschroute meiner Kanzlei heißt also: PFERDERECHT

Außerdem berate ich im Bereich des Zivilrechts. Also Kauf-, Werk-, Dienstverträge usw. Ein weiterer Tätigkeitsbereich liegt im Bereich des Inkassos.