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Hätten Sie es gewusst?

Dienstag, 24. August 2010

Wahrscheinlich ist es für Jockeys keine Neuigkeit – aber auch als selbständiger Jockey ist man beitragspflichtiges Mitglied der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Zunächst verwundert dies, denn in § 123 SGB VII ist von Jockeys nicht ausdrücklich die Rede. Gemäß § 123 Abs. 1 Nr. 2 SGB VII sind Unternehmen, in denen ohne Bodenbewirtschaftung Nutz- oder Zuchttiere zum Zwecke der Aufzucht, der Mast oder der Gewinnung tierischer Produkte gehalten werden, beitragspflichtig.

Ein selbständiger Jockey hat jedoch nicht automatisch eigene Pferde, sondern reitet im Regelefall die Pferde der Auftraggeber. Er züchtet die Pferde nicht, zieht sie nicht auf und verwurstet sie auch nicht. Allerdings geht die Literatur wohl davon aus, dass der Jockey doch an der Pferdezucht beteiligt ist. Durch sein Trainig mit den Pferden und der Teilnahme an Wettbewerben qualifiziert er die Pferde durch Rennerfolge. Dies ist der Zucht des Pferdes zuzurechnen und somit ist der selbstständige Jockey berufsgenossenschaftspflichtig. Man lernt nie aus.