Jagdpächter haftet bei Ausbruch von Tieren

Zwar befasst sich das Urteil des OLG Oldenburg(Az: 14 U 80/13) nicht mit dem Ausbruch von Pferden sondern Rindern, im Ergebnis dürfte dies jedoch keinen Unterschied machen.

Hintergrund war folgender:
Es fand eine Treibjagd statt. Ein Jagdhund lief auf die Rinderweide und versetzte die Tiere dort so in Panik, dass diese durch den Zaun brachen und wieder eingefangen werden mussten. Beim Einfangen stürzte der Bauer und brach sich die Hand. Der Jagdveranstalter hat nach Urteil des OLG Oldenburg den Schaden zu ersetzen.

Das Gericht führte aus, dass der Jagdveranstalter verpflichtet sei, vor Durchführung der Treibjagd, das Gebiet dahingehend zu untersuchen, ob sich dort auch Nutzvieh befindet, welches in Aufregung gebracht werden könnte. Tut er dies nicht und kommt es zu einem solchen Ausbruch, haftet er für den entstandenen Schaden.

Verwandte Artikel

Kommentieren