Archiv für März 2013

Pferderechtstag 2013

Montag, 18. März 2013

So. Bin wieder zurück aus der Hauptstatt. Neben der Weiterbildung war diesmal auch ein bißchen Zeit für Sightseeing. Ganz spontan sind wir ins Adlon, in der Hoffnung, sich mal wie von den oberen 10.000 zu fühlen. Ergebnis? Das Adlon wird völlig überbewertet. Tee schmeckt genauso, wie woanders auch, ‘ne angeschlagene Tasse hatte ich auch noch und das Ding ist kleiner als gedacht. Gut vielleicht werden die wirklich tollen Sachen nur den hochkarätigen Hotelgästen vorbehalten aber mich hat es jetzt nicht so aus den Schuhen gehoben. Was habe ich noch mitgebracht aus Berlin? Neue Schuhe (hallo ich bin ein Mädchen) und einen riesigen blauen Fleck, weil der Stadtrundfahrtsbus zu enge Gänge hatte. Ich war aber nicht die einzige, die damit nicht klarkam, in diesem Sinne gute Besserung an Ruth.

Aber aus Berlin habe ich auch neues Wissen mitgebracht. So soll wohl die Brandzeichnung von Pferden weiterhin erlaubt bleiben, jedoch in Zukunft wohl nur unter Betäubung. Des Weiteren dürfte die Einzelhaltung von Hengsten möglicherweise zu tierschutzrechtlichen Bedenken führen und somit auch zu Strafbarkeiten. Auch die Pferdesteuer war wieder ein Thema. Ich werde die Unterlagen noch einmal nachbereiten und dann gibt es weiteres hier im Blog.

Bis dahin geht es aber ersteinmal an den Schreibtisch.

Vereinsmitglied hat keinen Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld bei Unfall auf Reitturnier

Dienstag, 5. März 2013

Heute wieder mal ein Urteil. Die Sonne scheint und die Turniere rücken wieder näher. Der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail und die meißten Unfälle passieren vor der Tür – daher ist es auch nicht selten, dass es auf Reitturnieren zu Verletzungen kommt, die nichts mit dem sportlichen Wettkampf zu tun haben.

Über einen solchen Fall hatte das Oberlandesgericht Hamm (Az:13 U 163/99) zu entscheiden. Ein Vereinsmitglied war im Cateringzelt ausgerutscht und hatte sich das Sprunggelenk gebrochen. Daraufhin hatte er seinen Verein auf Schmerzensgeld und Schadensersatzzahlung verklagt. Das Gericht wies derartige Ansprüche jedoch zurück. Zum einen sei ein Schadensersatzanspruch ausgeschlossen, wenn der Geschädigte selbst für die Verkehrssicherungspflicht verantwortlich war. Der Kläger hatte zwar vorgetragen, dass er für den Zustand des Cateringzeltes nicht verantwortlich war. Nach Aussage der Zeugen, war der Kläger jedoch für alle Fragen auf dem Turnier verantwortlich. Zwar waren einzelne Tätigkeiten auf die einzelnen Vereinsmitglieder aufgeteilt worden (wie z.B. Aufbau der Lautsprecheranlage etc.), bezüglich der Bodenebschaffenheiten und Überprüfung auf Nässeglätte sei es jedoch zu keiner speziellen Zuweisung gekommen. Zum anderen sei die Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht nicht nachgewiesen worden. Der Boden des Zeltes wies keine Unebenheiten auf. Dem Kläger war des Weiteren bekannt, dass Regenwetter herrschte und somit die Reiterstiefel nass und rutschig waren. Somit wäre dem Kläger zumindest ein erhebliches Mitverschulden anzulasten gewesen. Da das Boden aber eine übliche Beschaffenheit bei den gegebenen Witterungsbedingungen aufwies, ist eine Verletzung der Versicherungspflicht zu verneinen und somit auch ein Schadensersatz- und Schmerzensgeldanspruch.