Archiv für Februar 2013

Petition gegen Pferdesteuer

Mittwoch, 20. Februar 2013

Die Pferdesteuer ist derzeit ja ein ganz heißes Thema. Jetzt gibt es eine Online-Petition in der man sich gegen die Erhebung von Pferdesteuern wenden kann.

https://www.openpetition.de/petition/online/nein-zur-pferdesteuer-denn-wir-sagen-ja-zu-unseren-pferden

Im März bin ich auf einer Weiterbildung, bei der dieses Thema auch behandelt wird. Ich hoffe, dann schlauer und mit dem ultimativen Geheimtipp wiederzukommen um gegen solche Steuern erfolgreich vorgehen zu können.

Bis dahin durchhalten und sich an der Petition beteiligen.

Botulismus

Mittwoch, 13. Februar 2013

Mein Gott. Was vernachlässige ich in diesem Jahr meine treuen Blog-Leser. Asche auf mein Haupt. Aber der Schreibtisch ist so voll und die Messe muss auch vorbereitet werden, da müsste der Tag eher 30 Stunden haben, damit man alles schafft.

Aus gegebenen Anlass gibt es heute kein Urteil und auch keinen Witz, sondern eine kleine Info zum Thema Botulismus.

Ich habe in diesem Jahr (und das ist noch nicht so lang) bereits von 27 Botulismusfällen gehört und einige davon selbst auf dem Tisch. Die Tiere gehen an dieser Erkrankung sehr elendig ein. Eine Heilungschance geht eher gegen Null. Hervorgerufen wird diese Erkrankung (Vergiftung) in erster Linie durch tote Tiere (Mäuse, Ratten, Rehkitze etc.) in der Silage. Durch die sich dort freisetzenden Leichengifte wird das Futter verunreinigt und es genügen schon 50-100 g des verseuchten Futters, um diese enormen Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Daher sollte man beim Verfüttern, die Silage auf tote Tiere untersuchen. Sensibilisieren Sie auch die Stallbetreiber, noch mehr Sorgfalt bei der Futterkontrolle walten zu lassen.

Wenn solche Vergiftungserscheinungen auftreten, nehmen Sie Proben von dem noch verbliebenen Futter, um später eine Verseuchung des Futters nachweisen zu können. Sollte neben der Silage noch Zusatzfutter verfüttert werden, nehmen Sie auch hiervon Proben, um auschließen zu können, dass die Vergiftung von diesem Futter kommt.

Sicherheitshalber sollte auch eine Untersuchung des Pferdes auf Botulismus erfolgen, insbesondere entsprechende Laborbefunde in die Wege geleitet werden. Dies verursacht zwar zunächst weitere Kosten, dient aber dem besseren Nachweis bei den später geltend gemachten Schadensersatzansprüchen.

Der Schaden in einem solchen Fall beträgt oftmals mehrere 1000 Euro. Neben den Tierarztkosten fällt ja auch der Wertverlust des Tieres ins Gewicht. Der Wert des Tieres ist natürlich im Nachhinein, wenn das Pferd tot ist, schwer zu bestimmen. Anhaltspunkte können unter Umständen der damals gezahlte Kaufpreis sein und die Abstammung des Tieres. Hilfreich für ein möglicherweise einzuholendes Sachverständigengutachten können aktuelle Videoaufnahmen sein. Daher sollte jeder Pferdehalter in regelmäßigen Abständen Aufnahmen von seinem Pferd machen. Dies gilt nicht nur für die Gefahr des Todes durch eine Botulismuserkrankung. Es gibt andere Erkrankungen oder Weideunfälle, die einen Minderwert des Pferdes zur Folge haben. Auch in diesen Fällen muss der Gutachter ja eine Feststellung dazu treffen, wieviel das Pferd ohne diese Beeinträchtigung wert gewesen wäre.

Zu den Landwirten und Stallbetreibern ist zu sagen, dass sie sich dringends ausreichend versichern sollten. Botulismuserkrankungen sind scheinbar auf dem Vormarsch, was auch durch bestimmte Düngung des Bodens begünstigt werden kann. Als Hersteller des Futters unterliegt der Landwirt grundsätzlich der Produzentenhaftung und den Regelungen des Lebens- und Futtermittelgesetzbuches. Hier gelten sehr strenge Haftungsregelungen, so dass eine Abwehr der Schadensersatzansprüche äußerst schwierig sein dürfte.