Archiv für Mai 2012

Heute schon gelacht?

Donnerstag, 31. Mai 2012

Ich denke der geneigte Leser kennt die Momente, in denen die Augen machen und sehen was sie wollen, weil man einfach derart übermüdet ist, dass die Augen und das Hirn Karussel fahren. So gehts mir seit einigen Tagen, daher heute nur leichte Kost- es gibt mal nen flachen Pferdewitz.

Jetzt kommt er….

festhalten…

wird ein Schenkelklopfer…

schon mal die Taschentücher holen, zum Lachtränen abtupfen…

ehrlich jetze (weiterlesen…)

Auskunftspflicht des Tierhalters über Verbleib der Tiere

Mittwoch, 23. Mai 2012

Heute habe ich mir mal mein zerzaustes Köpfchen (wieso schafft man es manchmal eigentlich einfach nicht zum frisör?) darüber zerbrochen, ob das Urteil des Verwaltungsgerichts Minden vom 26.04.2012 auch auf Fälle der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft angewendet werden kann.

Hintergrund des Rechtsstreits vor dem Verwaltungsgericht Minden war, (weiterlesen…)

Pferdehalter haftet nicht immer für sich verwirklichende Tiergefahr

Mittwoch, 16. Mai 2012

Hach, da hab ich ja mal ein Urteil gefunden, in welchem der Halter des ausschlagenden Hengstes nicht zum Schadensersatz verurteilt wurde. Das ist ja mal selten und daher ist es dieses Urteil würdig im Blog aufgenommen zu werden.

Der Fall des OLG Schleswig (Az: 7 U 72/01) hatte zur Grundlage, dass der Verletzte selbst seinen Hengst sehr dicht am ausschlagenden Hengst vorbeiführte. Das Gericht ist der Ansicht, dass der Verletzte grob fahrlässig handelte, indem er nicht genügend Abstand zum anderen Hengst hielt, obwohl ihm bewusst war, dass beim Aufeinandertreffen von zwei Hengsten ein erhöhtes Gefahrenpotential besteht.

Das grob fahrlässige Verhalten des Verletzten führt nach Ansicht des OLG Schleswig jedoch dazu, dass die Tiergefahr, die jeder Tierhalter trägt und somit auch der Halter des ausschlagenden Pferdes, zurücktritt und auf Null zu reduzieren ist. Somit hatte der Verletzte keinen Anspruch auf Schadensersatz gegen den Halter des ausschalgenden Pferdes.

Pferdeversteigerung durch Reitverein

Donnerstag, 10. Mai 2012

Reitvereine brauchen ja immer Geld. Da kann das findige Vereinsmitglied durchaus auf die Idee kommen, mal eine Versteigerung durch den Verein durchführen zu lassen. So hatte es sich jedenfalls in einem Fall zugetragen, den das Oberlandesgericht Hamm (Az.: 29 U 4/93) zu eintscheiden hatte.

Das Gericht watschte den Reitverein jedoch ab. Ihm sei es untersagt Pferdeversteigerungen im eigenen Namen durchzuführen. Eine solche Veranstaltung dürfe nur durch den zugelassenen Versteigerer persönlich vorgenommen werden. Die persönliche Vertrauensbeziehung zwischen dem Versteigerer und den auf Verkäufer- und Käuferseite auftretenden Personen ist auch gerade der Grund, weshalb juristischen Personen (z.B. einer GmbH oder eines Vereins) die Versteigerung nicht erlaubt wird, weil hier ein persönliches Vertrauensverhältnis nicht bestehen kann. Nur der persönlich tätige Versteigerer kann die ihm von der Versteigerungsordnung auferlegten Pflichten erfüllen.

Also ihr Lieben, ihr müsst euch eine andere Einnahmequelle für die Sommergrillfeste suchen. Wie wäre es mit der Vermarktung von Pferdeleckerlies nach Vereinsrezept?

Mangelhaftigkeit bei Kutschpferden

Donnerstag, 3. Mai 2012

Häufig stellt sich beim Verkauf des Pferdes die Frage, über welche Vorkommnisse mit dem Pferd aufgeklärt werden müssen. Das OLG Koblenz (Az: 5 U 1124/08) hatte entschieden, dass der Käufer bei Kutschpferden darüber aufklären muss, dass das Kutschpferd bereits einmal durchgegangen ist. Wenn Kutschpferde durchgehen, würde das im Allgemeinen zu einer die tiere dauerhaft prägenden Traumatisierung führen, die ihre künftige Eignung in Frage stellen würde. Ein solches Pferd wäre als Kutschpferd nicht geeignet und somit mangelhaft.