Archiv für März 2012

Neue Themen in Arbeit

Montag, 26. März 2012

So ihr Lieben,

ich bin wieder zurück vom Pferderechtstag und wie immer, hat man dort viel Wissenswertes mitgenommen. Dieses Mal waren leider auch ein paar Themen dabei, die noch Zukunftsmusik sind und daher noch nicht relevant oder noch gar nicht richtig greifbar sind. So zum Beispiel das geplante EU-Kaufrecht oder die Problematik etwaiger Erhebungen von Pferdesteuern. Aber so wurde ich schon einmal für diese Themen sensiblisiert und bin nicht mehr ganz so überrascht, wenn solche Dinger auf meinem Schreibtisch liegen.

Es gab aber viele Dinge, die durchaus für den pferderechtlichen Alltag interessant sind. So gibt es zum Beispiel ein neues Urteil des Europäischen Gerichtshofs, welches dem deutschen Gewährleistungsrecht bescheinigt, die Verbrauchsgüterkaufrechtlinie nicht wirklich gut umgesetzt zu haben. Sprich: Der Käuferschutz geht unter Umständen weiter als bisher angenommen. Hierzu wird es in Kürze einen Artikel geben.

Ebenso wurde von einem Steuerberater darauf hingewiesen, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, der Steuer ein Schnippchen zu schlagen.

Und schließlich war ein Thema die Insolvenz von Pferebtrieben. Es gibt seit März diesen Jahres nämlich eine Änderung bezüglich der gewerblichen Insolvenz.

Der Leser kann sich also auf viele neue Neuigkeiten freuen aber jetzt muss ich erst einmal den Schreibtisch frei kriegen.

nicht immer Haftungsausschluss bei Pferdeversteigerungen

Dienstag, 20. März 2012

Der ein oder andere Reiter und vor allem die Züchter suchen sich auf Auktionen ihr Traumpferd und ersteigern dann das gute Stück. An das Tier werden dann natürlich hohe Erwartungen geknüpft und wenn sich diese nicht erfüllen, möchte der Käufer das Tier gern wieder los werden.

Naturgemäß wendet man sich dann an den versteigernden Verein oder Verband. Leider gibt es bei den Versteigerungen dann oft das Problem, dass in den Auktionsbedingungen die Haftung für Mängel ausgeschlossen werden. Es finden sich mitunter Regelungen, wie “verkauft wie besichtigt”, die einen Ausschluss der Mängel zur Folge haben sollen.

Mit einem solchen Fall hatte sich auch das Landgericht München I (Az.: 26 O 12401/02) auseinanderzusetzen. (weiterlesen…)

Fehlende Dressursportfähigkeit als Mangel

Dienstag, 13. März 2012

Warum es letzte Woche keinen Eintrag gab? Freunde – die Welt ist ein Irrenhaus und ich war mittendrin. Erst von Krankheit gebeutelt, dann die Vorbereitung auf einen wichtigen Gerichtstermin, die dreistündige Fahrt zum Gerichtstermin bei dem mir dann mitgeteilt wurde, dass die Gegenseite leider verhindert sei und ihr dies auch erst vor einer halben Stunde eingefallen ist. Super! Ü-ber-haupt kein Problem. Hab ja sonst nix zu tun. Und wer nun glaubt ich bin drei Stunden wieder zurück gefahren…Ein Schelm der sowas denkt. Nee nee. Da muss es natürlich einen Unfall in der Baustelle geben. Und so wurden es dann lustige und entspannte vier einhalb Stunden. Danach war ich den Rest der Woche so gepestet, dass ich nicht zum Schreiben kam. Jetzt gehts aber los. Thema heute: Ist die fehlende Dressursportfähigkeit ein Mangel? (weiterlesen…)

Wenn der Urlaub mit Pferd ins Wasser fällt

Donnerstag, 1. März 2012

Guten Morgen liebe Leser!

Temperaturen über…lass mal kurz gucken….über 10 Grad, blauer Himmel und kein Regen – da können sich schon mal die Urlaubsgedanken ins Hirn schleichen. Und der ein oder andere Pferdehalter liebäugelt vielleicht damit, mit dem eigenen Pferd nicht nur den Ort für ein Turnier zu wechseln sondern auch mal die Landschaft in anderen Gefilden zu erkunden.

Sowas dachte sich auch der Kläger und buchte bei einem Reiseveranstalter eine Reise, die Ritte in die Puszta beinhaltete. Der Kläger nahm die Mühe auf sich und fuhr mit den eigenen Pferden per Auto nach Ungarn. Dort angekommen, teilte ihm der Hotelmitarbeiter mit, dass das mit den Ausritten in die Puszta wohl nix würde, weil es dort seit Wochen geregnet hätte. Darauf hin packte der Kläger seine Pferde wieder ein und fuhr nach Hause. Dort machte er dann die Reisekosten und die entgangenen Urlaubsfreuden gegen den Reiseveranstalter geltend. Dieser wollte nicht zahlen, also gings ab zum Landgericht Darmstadt (Az: 25 S 142/11).

Das Landgericht (weiterlesen…)