Archiv für Juni 2011

Lebenszeichen und Geschenktipp

Dienstag, 28. Juni 2011

Der geneigte Leser wird mitbekommen haben, dass es die letzten beiden Wochen etwas ruhig im Blog war. Das lag daran, dass auch ich mal Urlaub hatte und die weißen Beine in die Ostsee gestreckt habe. Jetzt bin ich wieder frisch und motiviert, für den ganz großen juristischen Rundumschlag reicht es aber noch nicht aus. Daher gibt es heute nichts dramatisches von deutschen Gerichten sondern einen Geschenktipp für den Reiter. Weihnachten ist zwar noch ein bißchen hin aber man kann ja nie früh genug damit anfangen, nach Ideen Ausschau zu halten.

Im Netz bin ich darüber gestolpert, dass es die Warendorfer Pferdeäppel gibt. Klingt an sich nicht besonders lecker aber es handelt sich dabei um feinste Pralinen aus dem Glas auf Heu gebettet. Näheres ist unter www.warendorfer-pferdeaeppel.de zu finden.

Wieder einmal etwas zur Reitlehrerhaftung

Donnerstag, 9. Juni 2011

Ob ein Reitlehrer für eine Verletzung des Reitschülers haftet, richtet sich danach, ob er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt angewandt hat. Ob dies der Fall war, ist dann grundsätzlich streitig und Sachverständige müssen an einem Gutachten basteltn.

Das Landgericht Amberg (Az: 13 O 599/92) hat entschieden, dass eine Pflichtverletzung des Reitlehrers zu bejahen ist, wenn dieser ein 12-jähriges, ca. 35 kg wiegendes Kind auf einem Hengst ausreiten lässt. Grund hierfür ist zum einen, dass es unüblich ist, Hengste im Reitsport einzusetzen. Zum anderen sei so ein junges Kind mit dem geringen Eigengewicht mit einem Hengst grundsätzlich überfordert, da Hengste als weitgehend unkalkulierbar gelten.

Daher sollte vorher genau geprüft werden, ob ein Hengst als Reitlernpferd eingesetzt wird.