Archiv für Dezember 2010

Das Problem mit der Pferdehaftpflichtversicherung

Dienstag, 21. Dezember 2010

Es gibt so Tage und Mandate, da kommt man aus dem Kopfkratzen nicht mehr heraus und es mag einem keine tolle Idee kommen, um das Pferd sicher in den Stall zu bekommen (um es einmal bildlich auszudrücken). Erst kürzlich gab es wieder einen solcher Tage. Hierbei ging es um das Problem der Schadensanzeige bei der Haftpfllichtversicherung.

Wir kennen es ja alle aus dem Alltag. Ein Schaden tritt ein, man hat eine Haftpflichversicherung und die Sache ist eigentlich klar. Der Versicherer wird über den Schaden und den Unfallhergang informiert. Oftmals will man da nichts falsch machen und schreibt das, was die Versicherung vermeintlich hören möchte. Leider hat man die Allgemeinen Versicherungsbedingungen nicht so wirklich im Gedächtnis präsent und so kann es durchaus passieren, dass man sich schlechter darstellt, als man war und die Versicherung eine Übernahme des Schadens ablehnt. Im Nachhinein ist von der Sachverhaltsschilderung jedoch schwerlich abzuweichen. Wird dann plötzlich behauptet, man habe die Box doch kontrolliert oder dergleichen, kommt man ganz schnell in den Verdacht des versuchten Versicherungsbetruges. Und so sitzt der Versicherungsnehmer dann ganz schnell in der Klemme.

Ich kann daher nur raten: Sprechen Sie vor der Schadensanzeige mit einem Anwalt! Im Nachhinein ist so eine verfahrene Geschichte schlecht wieder in die richtige Bahn zu lenken. Haben Sie Fragen hierzu, rufen Sie mich gern an unter der 04541/868480, ich berate Sie gern.

Die Kreativität von Existengründern oder: Die Idee mit dem Pferdetattoo

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Seit langem mal wieder etwas aus dem Bereich “Kuriositäten aus dem Pferderechtsalltag”.

Das Verwaltungsgericht Münster hatte unter dem Aktenzeichen 1 L 481/10 zu entscheiden, ob dem Kläger ein Gewerbe erlaubt werden sollte oder nicht. Der Kläger hatte die Idee, Tattoos für Pferde anzubieten. Dafür hatte er seinem Pony zu Werbezwecken schon mal das Marktenzeichen der Rolling Stones auf den Oberschenkel tätowiert.

Das Gericht war von dieser Geschäftsidee jedoch nicht begeistert. Nach dessen Ansicht verstößt dieses Vorhaben gegen das Tierschutzgesetz. Auch das Vorbringen des Klägers, Menschen ließen sich schließlich auch tätowieren, auch wenn es schmerzhaft ist, überzeugte nicht. Das Gericht führte aus, dass ein Mensch sich immerhin noch selbst entscheiden kann, ob er eine solche Prozedur über sich ergehen lassen möchte. Er kann einen Zusammenhang zwischen Schmerz und Sinn dieses Schmerzes herstellen. Ein Tier kann dies nicht. Das Gewerbe wurde also versagt.

Es schlagen ja irgendwie zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits finde ich es ja toll, dass jemand kreativ eine Marktlücke erschließen will. Andererseits ist die Entscheidung des Gerichts richtig. Gerade auch im Hinblick auf die gesetzlichen Änderungen bezüglich des Nummernbrandes. Wenn ein solcher schon verboten wird, obwohl dieser mit aller Wahrscheinlichkeit weniger schmerzhaft ist als ein Tattoo, kann eine Tätowierung von Pferden unter keinen Umständen gebilligt werden.

Schon gewusst…?

Dienstag, 7. Dezember 2010

… Ihr Pferd braucht eine Laterne. Jawoll. Und das ist wirklich gesetzlich festgeschrieben. Gemäß § 28 Abs. 2, Satz 2, Nr. 2 StVO muss beim Führen auch nur eines Großtieres eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitgeführt werden.

Sollte es in der Dämmerung oder in der Dunkelheit zu einem Unfall mit dem Pferd kommen, haftet der Tierhalter für den Schaden. Hierbei ist es nicht auszuschließen, dass er den Schaden dann sogar zu 100% zu tragen hat.

Ein Weihnachtsgeschenk von der Rechtsanwältin für Pferdrecht

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Auch wir Anwälte machen uns zu Weihnachten Gedanken, was wir unseren Mandanten zum Jahresabschluss übersenden können. Karten sind immer ein bisschen langweilig, wie ich finde. Geschenke? Da fällt einem die Flasche Wein ein oder dergleichen. LAAAAANG-WEI-LIG!

Also hier von mir eine kleine Weihnachtsüberraschung für den geneigten Blog-Leser. Es ist zwar noch ein bisschen hin bis Weihnachten, aber die Zeit brauchen Sie auch, denn die Plätzchen fürs Pferd müssen ja erst noch gebacken werden ;-) Hier also das Rezept:

Plätzchen fürs Pferd

Zutaten: 120 g Zuckerrübensirup
100 g Weizenvollkornmehl
130 g Vollkornhaferflocken

Zubereitung: alles miteinander verkneten, fingerdicke Rollen formen, zwei Zentimeterstückchen abschneiden und bei 180°C
10 min backen, bis die Plätzchen braun werden. Die Plätzchen bitte erst am dritten Tag nach dem Backen
verfüttern!

Viel Spaß beim Backen, ich muss jetzt raus, Schnee schippen…