Archiv für Februar 2009

Über mich

Samstag, 21. Februar 2009

Vielleicht wäre es ja von Vorteil, wenn die Blog-Welt auch weiß, in welchen Rechtsbereichen ich arbeite. Der Schwerpunkt meiner Kanzlei soll das Pferderecht sein. Wie Peter Lustig jetzt sagen würde: “Klingt komisch, ist aber so.”

Das Witzige an der Geschichte ist, dass ich nicht reite, kein Pferd habe und auch keine Pferde züchte. Zum Thema Pferderecht bin ich eigentlich wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Als Kind aus dem “Osten” war reiten nicht wirklich eine Freizeitoption. Außerdem bin ich in der Stadt aufgewachsen. Da hat der Nachbar vielleicht einen Hund aber definitiv kein Pferd. Später bin ich zwar auf Pferde aufmerksam geworden, da ich aber nicht mehr über die Maße 90-60-90 verfügte, ging ich davon aus, dass der Zug wohl abgefahren ist. In den Medien sieht man immer nur gertenschlanke Personen, so dass ich davon ausging, dass so ein armes Tier eine Last wie mich wohl nicht tragen kann.

Während meines Referendariats in einer Kanzlei in Eckernförde in Schleswig-Holstein, bin ich auf Fachliteratur in Sachen Pferderecht gestoßen. Erst habe ich nur die Stirn gekräuselt, dann aber angefangen zu lesen. Ich fand es spannend. Außerdem habe ich verstanden, warum die kleinen Mädchen so auf die Pferdezeitschriften abfahren. Es sind so schöne Tiere. So groß und kräftig und doch stürzt sie eine Hand voll falsches Kraut in den Tod. Kann man sich gar nicht vorstellen, wenn so ein Koloss vor einem steht. Vielleicht klingt es jetzt etwas theatralisch – aber da habe ich, glaube ich, die Liebe zum Pferd entdeckt.

Die Marschroute meiner Kanzlei heißt also: PFERDERECHT

Außerdem berate ich im Bereich des Zivilrechts. Also Kauf-, Werk-, Dienstverträge usw. Ein weiterer Tätigkeitsbereich liegt im Bereich des Inkassos.

Warum ein Blog?

Donnerstag, 12. Februar 2009

Im Zeitalter der Technik und des Wettbewerbs ist man auch als Rechsanwalt gefordert, anders zu sein als die anderen. Vor einigen Jahren reichte es aus, Anwalt zu sein. Brot und Brötchen waren damit gesichert. Heute sieht dies schon anders aus. Es werden immer mehr Rechtsanwälte zugelassen, weil immer mehr Studenten das Jurastudium beenden. Da der Staat die juristischen Stellen immer mehr reduziert, muss den Absolventen ja gewährleistet werden, dass sich das Studium auch gelohnt hat und man seinen Beruf ausüben kann. Ob die Anwaltsschwämme nun gut oder schlecht ist, soll hier nicht abgehandelt werden. Es zeigt jedoch, dass ein Jurist in der heutigen Zeit – sagen wir -kreativ werden muss.

Kanzleischild ist ein Muss, eine Homepage Standard. Ein Blog? Hat kaum ein Rechtsanwalt. Also werde ich darin jetzt ein Vorreiter.

Noch nie in meinem Leben habe ich Tagebuch geführt. Aber jetzt habe ich da richtig Lust drauf. Und damit auch ihr da draußen mal ein Bild dafür bekommt, was ein Rechtsanwalt eigentlich so den ganzen Tag macht, dass er die gleichen Höhen und Tiefen durchlebt wie jeder andere auch. Dass er kurz vorm Handtuchwerfen ist und am nächsten Tag irgendetwas passiert, was ihm den Spass an der Arbeit zurückbringt. Dass auch ein Rechtsanwalt nur ein Mensch ist. Das soll dieser Blog zeigen. Natürlich werden auch die aktuelle Rechtsprechung oder gesetzliche Entwicklungen behandelt.

Fragen, Anregungen und Angebote zu rechtsanwaltlichen Selbsthilfegruppen sehe ich gern entgegen.

Also…Auf gehts!